Veit Heller sucht nach Formelementen, nach ästhetischen Reizen, die als Kräfte hinter allem Sichtbaren stehen. Beim Bildwachsen und –werden spielt der „gesteuerte Zufall“ eine wichtige Rolle, d.h. der Künstler weiß um die Angebote der Form- und Farbfülle und setzt sie gezielt ein. Er malt, kratzt, collagiert und assembliert. Papier, Sand, Blattgold, Kunststoff oder Eisenfundstücke werden in die Leinwände integriert.
Farbliche und haptische Gegensätze, Hell und Dunkel, geometrische und organische Formen, matte und irisierende Strukturen, monochrome Flächen und Linienfurchen steigern sich zum beeindruckenden, farblich ausgewogenen und perfekt komponierten Bild. In allen seinen Arbeiten tritt eine große Zentralform auf, die jedoch nicht in der Bildmitte steht. Vor monochromem Hintergrund steht dieser Formsolist inmitten eines Kräftespiels, am Bildrand festgezurrt von linearem Gerüst und fließenden Farbbändern.
Seine Arbeiten wirken vom Intellekt gesteuert und planvoll erarbeitet und zeugen von hoher Qualität künstlerischer Finessen. Kraft und Freiheit der Abstraktion geht hier Hand in Hand mit der Lust am Erzählen und am stofflichen Experiment. Geboren 1961, 1983-89 Studium an der Stuttgarter Akademie bei den Professoren Dieter Groß, Sotirios Michou und Rudolf Hägele. Ausstellungen im In- und Ausland. 1991 Ankäufe des Landes Schleswig-Holstein mit Studienaufenthalt in Cismar. Ankäufe durch öffentliche und private Sammlungen.
Aktuelles
ART Karlsruhe 2012
Das Kunsthaus Fischer hat vom 8. bis 11. März 2012 den Stand in der Halle 3 H3/F03 auf der art KARLSRUHE. (Tel. 0173-3076892)
Ausgestellte Künstler: Matthias Eder Beatriz von Eidlitz Ulrich Haug Ulrike Mehr [+]